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Jahr für Jahr, und
das nun schon seit 40 Jahren, hört oder liest man von den Aktivitäten
und Veranstaltungen des PCC. Wie der Verein aus der Taufe gehoben
wurde und noch mehr interessantes lesen Sie in der nachstehenden
Chronik.
Überlieferungen zufolge war bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts
die Fasnacht als erstes Fest der Veranstaltungen feststellbar.
Und zwar in einer Art Dorfgemeinschaftsfest, in Plankstadt beim
alten Rathaus abgehalten. Die Bewohner kostümierten und vermummten
sich mit einfachen Mitteln. Als sich Vereine bildeten, verlagerte
sich das Fasnachtstreiben in diese einzelnen Gemeinschaften und
damit in die Gaststätten. Auf den Straßen selbst dominierten am
Sonntag vor Fasnacht meistens die Herren der Schöpfung, verkleidet
als Domino, Bajazzo oder als sonstige gängige Narrengestalt.
So war die närrische Vorgeschichte gewissermaßen der Nährboden,
der schließlich den ersten hiesigen Karnevalsverein entstehen
ließ. Es war die „Narrhalla“, sie wurde 1955 gegründet. Ihr Wirken
stellte sie jedoch im Jahre 1957 wieder ein. Wie zu hören war
zog damals die Bevölkerung nicht so recht mit. Der Plankstadter
Carneval-Club Blau-Weiß, wie er heute hier etabliert ist, geht
nunmehr in seine 40. Campagne. Manch früheren Prognosen zum Trotz,
denn viele trauten dem Narrenclub nur kurzes Leben zu. Aber nicht
ohne etwas Stolz stellen seine Mitglieder heute fest, dass der PCC ein Club ist, der ein Marktlücke im gesellschaftlichen Leben
der Gemeinde entdeckte und beharrlich und zielstrebig neue Formen
umsetzte.
Im Dezember 1969 erhielten viele Bürger eine Einladung zu einem
bunten Abend, verbunden mit dem Gedanken zur Gründung eines Karnevalclubs.
Am 13. Dezember war es soweit: Dank des guten Verlaufes diese
Abends und dank einiger bereits etablierter Karnevalsvereine,
konnte der Abend gelingen. Dazu fanden sich einige Besucher, die
dann beherzt mit dem Initiator Wolfgang Häffner an die Arbeit
gingen.
Am Dreikönigstag 1970 fand die Gründungsversammlung statt. Das
Vertrauen der Mitglieder erhielten Wolfgang Häffner als Vorsitzender,
Alfred Kohnert als sein Stellvertreter. Ins Amt des Schatzmeisters
wurde Heinz Dillenburg und als Schriftführer Heinz Fuchs gewählt.
Man wählte Karl Treiber, Margot Muth und Rosemarie Dunker als
Beisitzer. Dem Elferrat, bis heute eine Männerdomäne geblieben,
gehörten im Gründungsjahr genau 11 mutige Männer an, die sich
ins Abenteuer stürzen wollten. Der Präsident Wolfgang Häffner
und sein Vizepräsident Alfred Kohnert bildeten mit Heinz Fuchs,
Heinz Dillenburg, Karl-Heinz Dunker, Karl-Heinz Menton, Hans Ochs,
Werner Weick, Karl-Heinz Treiber, Martin Machner und Helmut Ilgner
den Elferrat.
Bereits Ende Januar desselben Jahres wurde die erste Prunksitzung
auf die Beine gestellt, der erste Backenbläserumzug bewegte sich
durch die Straßen und der erste Jahresorden mit dem Symbol der
Straßenbahn, von Martin Machner entworfen, wurde verliehen. Es
wurde ein Ordensfest veranstaltet und die Campagne Nr. 1 ging
mit einem Heringsessen am Aschermittwoch zu Ende. Für die gesamten
Veranstaltungen hatte man mit dem „Adler“ die idealen Räumlichkeiten
und Möglichkeiten.
Kaum war die erste Campagne abgehakt, wurden auch schon voller
Euphorie Planungen und Vorbereitungen für die neue Saison unternommen.
So kamen der „Tanz in den Mai“ und ein „Sommertagszug“ hinzu.
Außerdem gehört zu einem Karnevalsverein traditionell eine Tanzgarde,
deren Gründung sollte vorrangig forciert werden. Es gelang die
„Blau-Weiß-Funken“ zu gründen, die sich aus 13 Mädchen rekrutierte.
Ohne Moos nix los, hieß es aber auch beim
PCC. Und man machte sich daran Sponsoren zu suchen. Noch in der
Campagne 70/71 konnte man acht Ehrensenatoren ernennen. Alfred
Kohnert als Senatspräsident durfte Dr. Hans Filbinger, Hans-Dietrich
Genscher, Dr. Otto Kleinschmitt, Dr. Alex Möller, Philipp Schuhmacher,
Wilhelm Spielmann, Karl Treiber und Bürgermeister Werner Weick
mit Kappe und Senatsorden auszeichnen. Heute steht Herbert Jahnke
an der Spitze.
1972 wurde Paul-Heinz Dunker Vorsitzender, Helmut Ilgner sein
Stellvertreter. Auf Anregung von Bürgermeister Werner Weick kam
in der 5. Campagne nach dem Neujahrsempfang das Erbsensuppenessen
hinzu. 1974 übernahm Heinz Dillenburg die Geschicke des Vereins.
Er hatte großen Anteil daran, was der Verein heute darstellt.
Er war auch Mitinitiator des Kurpfälzer Narrenringes. Bei der
Jahreshauptversammlung 1996 wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt.
26 Jahre Treue zum Verein und 22 Jahre Präsident des Elferrates
sind eine Leistung, die man nicht aufwiegen kann. Dillenburg hat
die Fasnacht in Plankstadt geprägt wie kein anderer. 1992 wurde
Wolfgang Eichhorn als Vorsitzender und 2 Jahre später als Präsident
gewählt. Im Jahre 1997 übernahm Hans Brixner, seit 1985/86 Vizepräsident,
zunächst als Sitzungspräsident danach als Präsident den Vorsitz
des Elferrates.
Thomas Schwebler bislang aktiver Elferrat wurde bei der JHV 1997
zum Vizepräsidenten gewählt und bestimmte fortan die karnevalistischen
Geschicke zusammen mit Präsident Hans Brixner. In der Campagne
2001/02 durfte der PCC sein 3 x 11jähriges Jubiläum mit der bezaubernden
Prinzessin Jaqueline I. feiern. Im Jahr darauf hatte auch die
Gardeabteilung Grund zu feiern, denn auch hier hieß es 3 x 11
Jahre Garde.
Hans Brixner
stellte bei der JHV 2003 sein Amt zur Verfügung. Die Versammlung
sprach Wolfgang Eichhorn ihr Vertrauen als Präsident aus, der
nun im Zusammenspiel mit Thomas Schwebler den PCC während der
Campagne steuert.
Ein steile Tendenz nach oben ist zurzeit bei der Gardeabteilung
auszumachen. Nach zahlreichen Erfolgen bei diversen Qualifikationsturnieren
und den Badischen Meisterschaften, zeigte sich, dass der PCC seit
geraumer Zeit Ausnahmetalente des Gardetanzsportes in seinen Reihen
hat. Dies beweisen die Erfolge von Tanzmariechen Madelaine Lilli
die im Jahre 2005 Süddeutsche Meisterin und 3. Deutsche Meisterin
wurde. Im selben Jahr ertanzten sich Madelaine Lilli und Enrico
Menico im Paartanz den Titel des Süddeutschen Meisters und des
Deutschen Meisters.
Zum erstenmal in der Vereinsgeschichte konnte eine Tanzgarde ganz
oben auf dem „Treppchen“ stehen. Die Sternchengarde hatte im Jahre
2006 einen Superlauf, den sie mit dem Titel des Süddeutschen Meisters
krönten.
Auch das
Jahr 2007 war für die Gardeabteilung wiederum sehr erfolgreich.
Neben zahlreichen guten Platzierungen bei den verschiedenen Qualifikationsturnieren
konnten sich zwei Garden und zwei Tanzmariechen für die Süddeutschen
Meisterschaften qualifizieren. Dabei sprangen für die Tänzerinnen
des PCC drei 3. Plätze heraus. Die jungen Damen konnten Ihre Leistung
bis zur Deutschen Meisterschaft konservieren und auch dort überzeugen.
Am erfolgreichsten dabei war unser Jugendtanzmariechen Anna-Lena
Kehrer, die als 2. Deutsche Meisterin den Heimweg antreten durfte.
Im Jahre
2008 dann der Bruch. Die Gardeabteilung machte sich selbstständig
und gründete die Tanzsportgarde Plankstadt 2008 e.V., einen eigenen
Verein. Doch nicht alle wanderten ab, einige blieben und zeigten
ein so starkes Engagement, dass man bereits nach einem halben
Jahr wieder eine Garde sein eigen nennen durfte, welche sich nahtlos
ins Vereinsgeschehen einbrachte.
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